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Neue regiomove-Ports: Mobilität physisch vernetzt

Standort Bahnhof Hagsfeld

Digital miteinander verknüpft sind die verschiedenen Mobilitätsangebote über die regiomove-App schon seit längerem, nun erfolgt im nächsten Schritt die physische Bündelung.

Dafür stehen die regiomove-Ports, die in der Region Mittlerer Oberrhein ein neues Kapitel an Servicequalität für die Nutzer nachhaltiger Verkehrsangebote aufschlagen werden. Der Startschuss für den ersten Port fiel vor kurzem in Baden-Baden, weitere sechs sollen in Kürze folgen, darunter im Frühjahr auch einer am Hagsfelder Bahnhof.

Die Bürgerinnen und Bürger können dort dann auf die Car- und Bikesharing-Angebote von Stadtmobil und KVV.nextbike oder fußläufig auf den ÖPNV umsteigen. Auch ein zentrales Info-Terminal, Gepäckschließfächer, Boxen für E-Bikes oder eine Service-Station für Radfahrer sollen in die Ports integriert werden. Durch die modulare Bauweise kann jede Kommune – weitere Standorte sind in Graben-Neudorf, Bretten, Ettlingen, Rastatt und Bühl vorgesehen – Größe und Ausstattung der Ports individuell auf die Mobilitätsbedürfnisse vor Ort ausrichten.

Die einzelnen Ausstattungselemente sind in einem einheitlichen Corporate Design gestaltet, damit der Wiedererkennungswert der Ports mit seinen farbigen, kubischen Dachaufbauten in der Region gewährleistet ist. Durch regiomove treibt der Karlsruher Verkehrsverbund zusammen mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein und weiteren Partnern die Entwicklung zu einem Mobilitätsverbund voran, indem das klassische ÖPNV-Angebot mit Bus und Bahn um zusätzliche Angebotsformen erweitert wird. Perspektivisch sollen neben Car- und Bikesharing-Services auch E-Roller und der On-Demand-Verkehr „KVV.MyShuttle“ über die regiomove-App verfügbar sein.

„Mit attraktiven und vernetzten Angeboten wollen wir einen Anreiz für den Umstieg vom Auto auf unser umweltfreundliches ÖPNV-Angebot schaffen“, erklärt KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon. Der Vorteil für die Kundinnen und Kunden bei regiomove liege im Prinzip des „Single-Sign-On“. „Man braucht sich nur einmal in der regiomove-App als Kunde registrieren und bekommt dann alles aus einer Hand - von der Planung bis zur Bezahlung seiner individuellen Reisekette“, so Alexander Pischon.

Das im Jahr 2017 gestartete Projekt regiomove wird vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert. Die Einstufung als Leuchtturmprojekt der Regionalentwicklung der TechnologieRegion Karlsruhe im RegioWIN-Wettbewerb unterstreicht die landesweite Bedeutung des Vorhabens. -red-/-eck-