Zur Übersicht der Wochenausgabe

Waldpädagogik: 25-Jahr-Feier zu bildendem Wald

Richtig was los war kürzlich beim 25. Geburtstag der Waldpädagogik Karlsruhe. Zwar Corona-bedingt nur in kleinem Rahmen, hatten die Kinder gleichwohl beim Waldzentrum, im Rätselwald und auch im Waldklassenzimmer reichlich Spaß zur Jubiläumsfeier.

Sie lernten, Baumarten und Pflanzen zu bestimmen, bastelten Holzanhänger oder Holzkochlöffel und erzeugten unter Anleitung Bade-salz mit heimischen Kräutern. Valentina (8) und Marla (9) sägten sich ihren Holzanhänger mit Muskelkraft selbst zurecht. „Da kann man sich richtig auspowern. Das macht echt Spaß“, meinte Marla noch ganz außer Atem, nachdem sie dreimal kräftig die Säge geschwungen hatte. Währenddessen schnitt Forstwirt Markus Mößner mit seiner Motorsäge einen beeindruckenden Bären aus einem Holz-stamm. Es gab etliche Mitmach- und Bastelaktionen für Familien mit Kindern beim Silberfest der Einrichtung im Hardtwald.

Zu deren Kooperationspartnern zählen Stadt und Landkreis Karlsruhe, Landesbetrieb Forst BW sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. „Wir wollen, dass Kinder den Wald bewusst erleben, auch abseits der Pfade. Dass sie ihn riechen, mit allen Sinnen wahrnehmen und ihn für sich entdecken“, sagte der städtische Forstamtsleiter Ulrich Kienzler. Vor Corona im Jahr 2019 habe man rund 800 Veranstaltungen zur Thematik initiiert. Mittlerweile seien wieder rund 500 Veranstaltungen gebucht. Der Fokus ist dabei auf Grundschüler ausgerichtet.

Es gibt Workshops beispielsweise zum Klimawandel (Wald als C02-Speicher) zu nachhaltiger Holznutzung im Wald, Entdeckungen im Rätselwald, Wildtieren im Wald und auch das bewusste Erleben der Jahreszeiten im Forst. Die Leiterin der Waldpädagogik, Heike Rösgen, nannte verschiedene Aktionen für den Artenschutz. Zudem beschrieb sie den Wald als hervorragenden Ort, um Teamfähigkeit und soziale Kompetenz zu erleben. „Diese Partnerschaft bei der Waldpädagogik ist ein echtes Erfolgsmodell. Wir haben schon früh den Wald als Bildungsort begriffen“, erklärte Kienzler. Schon früh in der Waldpädagogik engagiert hat sich auch Martin Kurz, mittlerweile Revierleiter Wildpark bei Forst BW. „Es ist toll, was hier entstanden ist. Hier wird das Bewusstsein für den heimischen Wald geschärft. Das Interesse ist seit dem Fokus auf den Klimawandel deutlich gestiegen“, sagte der Mit-Initiator der Einrichtung. -voko-