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Pilotprojekt startet auf dem Friedrichsplatz: Karlsruhe wird smarter

Umweltsensorik sorgt für bedarfsgerechte und ressourcenschonende Bewässerung

Den Startschuss für ein stadtweites Pilotprojekt im Bereich „Smart Cities“ (Intelligente Städte) gaben vergangene Woche Bürgermeister Dr. Albert Käuflein, die Leiterin des Gartenbauamts (GBA), Doris Fath, IT-Amtsleiter Markus Losert sowie der Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe (SWK), Dr. Olaf Heil, vor dem Naturkundemuseum.

Damit bietet Karlsruhe den Auswirkungen des Klimawandels weiter die Stirn und versucht durch Anpassungsmaßnahmen, dessen schädliche Effekte einzudämmen. Beim Projekt „Smarter Friedrichsplatz“ kommen Sensoren und Übertragungstechniken zum Einsatz, die etwa messen, wieviel Wasser bei den Baumwurzeln ankommt. Denn im Fokus des ämterübergreifenden Engagements steht die künftige bedarfsgerechte Bewässerung von Bäumen und Grünflächen im Stadtgebiet.

„Als smarteste Verwaltung Deutschlands gehen wir hier mit gutem Beispiel voran“, betonte Bürgermeister Käuflein. Wie Gartenbauamtsleiterin Fath anfügte, wolle die Verwaltung damit verfügbare Personal- und Wasserressourcen optimal und nachhaltig einsetzen. Dafür stehen Karlsruhe auch Bundes-Fördermittel zur Verfügung, über die kommenden Dienstag im Kontext Smart City auch im Gemeinderat debattiert wird. Mit dem Geld kann der Ausbau von Sensorik und Bewässerungsoptimierung ab nächstem Jahr weiter vorangetrieben werden.

Die SWK haben in ihrem digitalen Versuchslabor bereits Erfahrungen dazu gesammelt. Ihr Ziel ist es, zukunftsfähige Infrastrukturlösungen flächendeckend in Karlsruhe auszubauen. In einem ersten Schritt wird dafür an verschiedenen Stellen des Friedrichsplatzes und auf Vergleichsflächen Umweltsensorik, vorrangig zur Feuchtigkeitsmessung, in verschiedenen Bodentiefen installiert. Zusätzlich sollen Bodentemperatur und -feuchte auf den Grünflächen gemessen und bezüglich der klimatischen Auswirkungen verglichen werden. Die erfassten Messdaten des Friedrichsplatzes werden direkt per LoRaWAN (Low Power Wide Area Network) an die SmartCity-Plattform der Stadtwerke übermittelt, aufbereitet und dann dem GBA zur Verfügung gestellt. -bea-