Zur Übersicht der Wochenausgabe

Café Soli und Näherei: Neue Projekte im Jubez

Kronenplatz beleben

Mit zwei neuen Projekten im Jubez will die Karlsruher Fächer GmbH (KFG), der seit 2020 das Gebäude gehört, Orte der Begegnung schaffen und den Kronenplatz beleben.

Der noch triste Kronenplatz ist Bestandteil des Entwicklungsprozesses der Innenstadt. Belebung ist angesagt. Vor diesem Hintergrund stellte sich der KFG, als sie das Jubez als Eigentümerin übernahm, die Frage nach der richtigen Nutzung der Räume im Erdgeschoss. Mit den Themen „Jugend, Begegnung und Soziales im Vordergrund“, betonte KFG-Geschäftsführer Klaus Lehmann, als er am Mittwoch zusammen mit Betreibern und Nutzern die beiden neuen Angebote im Haus vorstellte, die erste Antworten auf die Frage geben.

Da ist zum einen das vom Jubez betriebene Café Soli, das sich mit Sitzmöglichkeiten im Freien zum Platz hin öffnet und mit einem besonderen Konzept aufwartet. „Gute Bräuche und menschliche Gesten“, brachte die stellvertretende Jubez-Leiterin Tina Zingraff mit dem Spruch auf einer in der hauseigenen Werkstatt gefertigten Tasse die wesentlichen Leitgedanken auf den Punkt.

Im Café Soli, das montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet hat, können Gäste in der neapolitanischen Tradition des „Caffè sospeso“ außer dem eigenen Kaffee einen zweiten bezahlen, der kostenfrei an bedürftige Besucher ausgeschenkt wird. Weiter bestehen zwei Kooperationen: Eine mit der Berufsschulstufe BISS der Albschule, bei der jeden Mittwochvormittag Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung im Praktikum „Taostinos“ herstellen, die nachmittags im Café verkauft werden. Die Gewerbeschule Durlach ist donnerstags zum Praktikum im Soli.

Direkt neben dem Café bietet der Freundeskreis Asyl nach Corona-Pause wieder Nähkurse für Migrantinnen an. „Die Teilnahme von Frauen aus dem Quartier und Kontakt zu ihnen ist erwünscht“, unterstrich Manfred Asel vom Freundeskreis die offene Ausrichtung. -trö-