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Bundestagswahl am 26. September in Karlsruhe: Stadt ist für Wahlsonntag gerüstet

Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet / 125 Briefwahl- und 124 Urnenwahlbezirke

Die Vorbereitungen zur Wahl des 20. Deutschen Bundestags sind im Wahlamt der Stadt Karlsruhe planmäßig gelaufen. An diesem Sonntag, 26. September, sind Kreiswahlleiter Dr. Albert Käuflein zufolge etwa 205.500 wahlberechtigte Karlsruherinnen und Karlsruher aufgerufen, zu entscheiden, wer aus dem Karlsruher Wahlkreis 271 künftig im Bundestag vertreten sein wird.

Gewählt wird aufgrund von Wahlvorschlägen für die einzelnen Wahlkreise und aufgrund von Landeslisten der Parteien. Da in jedem Wahlkreis andere Kreiswahlvorschläge eingereicht und zugelassen wurden, gibt es keinen einheitlichen Stimmzettel. Auf den Stimmzetteln sind die Landeslisten der Parteien und die Kreiswahlvorschläge nach ihren Zweitstimmenzahlen bei der jüngsten Bundestagswahl 2017, dann weitere Parteien alphabetisch aufgeführt. Die Reihenfolge der Kreiswahlvorschläge richtet sich nach der Reihenfolge der Landeslisten. Sonstige Kreiswahlvorschläge folgen in alphabetischer Reihenfolge. Die Wahlvorschläge sind landesweit einheitlich nach den Landeslisten der Parteien nummeriert.

Wahlkreis mit 15 Kandidierenden

Jede Wählerin und jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird eine Wahlkreisabgeordnete oder ein Wahlkreisabgeordneter gewählt. Der- oder diejenige Wahlkreisabgeordnete mit den meisten Stimmen zieht direkt in den Bundestag ein. Im Wahlkreis 271 Karlsruhe-Stadt stehen folgende 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl: Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Zoe Mayer (GRÜNE), Michael Theurer (FDP), Marc Bernhard (AfD), Michel Brandt (DIE LINKE), Daniel Barth (Die PARTEI), Bernhard Barutta (FREIE WÄH-LER), Dr. Franz-Josef Behr (ÖDP), Jonas Dachner (MLPD), Martin Buchfink (dieBasis), Klaus-Jürgen Raphael (Bündnis C), Dr. Andreas Schäfer (Die Humanisten), Dr. Tassi Giannikopoulos (Volt) und Markus Schmoll (KlimalisteBW). Über die Zweitstimme werden die unterschiedlichen Parteien (Landeslisten) gewählt. Die Zweitstimme stellt die maßgebende Stimme für die auf eine Partei insgesamt entfallenden Sitze im künftigen Bundestag dar.

Wahlgeheimnis wahren

Die Wahlberechtigten, die am Sonntag an der Urnenwahl teilnehmen, können nur in dem Wahlraum des Wahlbezirks abstimmen, in dessen Wählerverzeichnis sie eingetragen sind. Der Wahlbenachrichtigung ist zu entnehmen, wo sich das Wahllokal befindet. Eine Ausnahme besteht für Personen, die im Besitz eines Wahlscheins sind. Wer einen solchen vom Wahlamt ausgestellten Schein hat, kann an der Abstimmung durch persönliche Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlbezirk des Wahlkreises 271 Karlsruhe-Stadt teilnehmen. In ihrem Wahllokal erhalten Bürgerinnen und Bürger einen Stimmzettel zur Bundestagswahl. Diesen füllen sie dann, vor Blicken geschützt, in der Wahlkabine aus.

Der Wahlvorschlag, für den die Stimme abgegeben wird, darf nicht geändert werden, also auch nicht etwa durch Streichung von Personen. Es dürfen auch keine Vorbehalte oder beleidigende oder auf die Person der Wählerin oder des Wählers hinweisende Zusätze angefügt werden. Andernfalls ist die Stimme ungültig. Einen Umschlag für den Stimmzettel der Bundestagswahl 2021 gibt es bei der Urnenwahl nicht. Um das Wahlgeheimnis zu wahren, müssen die Wählerinnen und Wähler ihren Stimmzettel noch in der Wahlkabine so falten, dass beim Weg zur Urne und bei der Stimmabgabe nicht erkennbar ist, wie jeweils gewählt wurde.

Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet, darüber hinaus am Wahltag insgesamt rund 1.750 private wie städtische Wahlhelferinnen und Wahlhelfer ehrenamtlich im Einsatz. Der Karlsruher Wahlkreis ist in 125 Briefwahlbezirke und 124 Urnenwahlbezirke aufgeteilt. -red/-trö-