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Ausschuss für Umwelt und Gesundheit: Biozertifizierung im Blick

Um Biozertifizierung drehten sich gleich zwei Tagesordnungspunkte bei der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit.

Für den Gemeinderat am kommenden Dienstag vorberaten mussten die Mitglieder zunächst ein Projekt-Förderprogramm, bei dem es auch um Eigenbeteiligung der Stadt geht. Das zu fördernde Projekt umfasst den Ausbau der Bewässerung von Jungbäumen, die Bio-Zertifizierung der Stadtgärtnerei und das Pilotprojekt Rasengleisbewässerung. Die Projektleitung hat das Gartenbauamt inne, beteiligt sind zudem Umwelt- und Arbeitsschutz, das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung sowie die Verkehrsbetriebe Karlsruhe und die Stadtwerke Karlsruhe. Die für das Projekt eingeplante Förderung über das Bundesinnenministerium beläuft sich auf 1.175.400 Euro und erstreckt sich über .den Zeitraum 2022 bis 2024, die Gesamtkosten betragen rund 1,3 Millionen Euro. Den verbleibenden Eigenanteil der Stadt unterstützten die Ausschuss-Mitglieder einstimmig.

Als Teilprojekt kam anschließend die bereits 2018 von der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion beantragte Biozertifizierung der Stadtgärtnerei unter die Lupe: Dazu zeigte das Gartenbauamt die nächsten Prozessschritte sowie das Vorgehen bis zur Zertifizierung des Betriebs auf. Ziel ist, 2023/24 in den Prozess einzusteigen und bis zu diesem Zeitpunkt bereits Erfahrungen in der biologischen Anzucht zu sammeln sowie verschiedene Kulturen zu testen. In Summe rechnet die Stadt mit einem höheren Kosteneinsatz bei biologischer Ware als bei konventioneller. Die ersten drei Jahre sind jedoch über Fördermittel gesichert. „Die Testphase ist richtig und wichtig, um eigene Erfahrungen zu machen“, betonte Gartenbauamtsleiterin Doris Fath. -red-/-bea-